Preis für Einsteins Nachfahren in OWL

Titelverteidiger: Noch steht die Einstein-Büste im Steinhagener Gymnasium. Ob (von links) Lukas Poppenburg, Einstein-Lehrer Andreas Frerkes, Schulleiter Josef Scheele-von Alven und Lukas Gleisberg sich bald von ihr trennen müssen, entscheidet die Jury des Schülerpreises „Einstein-OWL“. Die Bewerbungen laufen.
Wettbewerb stärkt Schulen und Schüler
Detmold. In der Schule die Freude an Natur und Technik entdecken, an einer Hochschule in Ostwestfalen-Lippe studieren und als kluger Kopf in der Region bleiben und arbeiten. Der Schul- und Schülerpreis „Einstein-OWL“ kann bei einer solchen Karriere helfen. Fünf Stiftungen der Region loben ihn erneut aus.
Der „Einstein-OWL“ ist mit 12.000 Euro dotiert. Bewerben können sich Projektteams der 10. Klassen und der Oberstufen von Gymnasien und Gesamtschulen in Ostwestfalen-Lippe. Die Carina Stiftung (Herford), die Familie-Osthushenrich-Stiftung (Gütersloh) und die Peter Gläsel Stiftung (Detmold) vergeben den Preis in Kooperation mit dem Studienfonds OWL (Paderborn) in diesem Jahr zum zweiten Mal. Die Günther und Rita Rudloff-Stiftung (Minden) gehört erstmals zu den Veranstaltern. Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl ist Schirmherrin.
Der Preis wirkt für Schule, Schüler und Region nachhaltig. Die drei bestplatzierten Schulen erhalten ein Preisgeld zwischen 500 und 1.500 Euro, das sie wieder in Projektarbeit reinvestieren. Die Teilnehmer des Siegerteams können sich über ein Stipendium von 3.600 Euro für ein Studium an einer Hochschule der Region freuen. Für eine Anschlussförderung durch den Studienfonds OWL bestehen beste Chancen. So soll der Preis auch dazu dienen, kluge Köpfe in der Region zu halten.
Bei Lukas Gleisberg (20) und Lukas Poppenburg (19) ist das Konzept aufgegangen. Beide gehörten 2010 zum Siegerteam des Steinhagener Gymnasiums. Sie überzeugten die Jury mit ihren Forschungen zur „Grätzel-Zelle“, einer Photovoltaikzelle auf Farbstoffbasis. Gleisberg studiert Wirtschaftsingenieurwesen in Paderborn, Poppenburg Geschichte und Philosophie in Bielefeld. Dank des Stipendiums müssen sie nicht jobben und können sich aufs Studium konzentrieren.
Auch ihr ehemaliger Lehrer Andreas Frerkes sieht im Wettbewerb viele Vorteile. „Die Schule schärft mit dem Titel „Einstein-Schule“ ihr Profil, und die Erkenntnisse der ehemaligen Projektgruppe nutzen wir jetzt im Physikunterricht der Jahrgangsstufe 8. Für die Schüler bedeutet der Wettbewerb Erfahrung im Präsentieren, thematische und zeitlich Zielorientierung und natürlich eine besondere Motivation.“
Die Teams, die sich um den „Einstein-OWL“ bewerben, sollen aus maximal fünf Schülern bestehen. Lehrer begleiten sie über mindestens drei Monate bei der Arbeit an naturwissenschaftlichen oder technischen Fragestellungen. Das Projekt soll innovativ sein, nachhaltig für die Schule wirken oder eine Partnerschaft mit einem Unternehmen der Region beinhalten.
Stefan Wolf, Geschäftsführer der Peter Gläsel Stiftung, macht Mut zur Bewerbung: „Für uns zählt der Forscherdrang. Fertige Ergebnisse sind gut. Aber oft ist schon der Weg das Ziel.“ Einstein-Lehrer Andreas Frerkes wird sich jedenfalls wieder auf den Weg machen – mit einem neuen Projektteam und einem neuen Thema. Den Bewerbungsbogen gibt es auf der Website der Peter Gläsel Stiftung. Anmeldungen nimmt Kathrin Baaske per E-Mail bis zum 31. März entgegen: k.baaske (at) pg-stiftung.net.
Infos @ www.pg-stiftung.net


